Gastronomie Markenstrategie: Wie Ihre Identität im Alltag hilft

Aktualisiert: vor 2 Tagen
Eine Markenstrategie für die Gastronomie wird nützlich, wenn sie Entscheidungen erleichtert. Was gehört auf die Karte? Für welchen Anlass sollte der Raum passen? Wie reagiert das Team, wenn ein Gast einen anderen Besuch braucht als erwartet?
Dass Ihnen Gastlichkeit wichtig ist, kann eine ehrliche Haltung sein. Die Strategie muss darüber hinaus erklären, was diese Haltung in Ihrem konkreten Betrieb bedeutet.

Klären Sie die Rolle Ihres Restaurants
Beginnen Sie mit den Menschen und Anlässen, für die Ihr Restaurant besonders gut passt. Warum wählen Gäste Sie? Was bieten Sie, das für diese Entscheidung wichtig ist?
Ein ungezwungener Treffpunkt im Grätzl erfüllt eine andere Rolle als ein Restaurant für sorgfältig geplante Feiern. Beide können eine klare Identität haben. Die Entscheidungen, die diese Identität tragen, unterscheiden sich.
Werden Sie so konkret, dass daraus Hinweise für Angebot, Preise, Sitzplätze und Kommunikation entstehen. Sie müssen damit niemanden grundsätzlich ausschließen. Sie brauchen eine nachvollziehbare Priorität.
Übersetzen Sie die Positionierung in den Besuch
Stellen Sie sich ein Lokal vor, in dem Freunde gemeinsam essen und Gerichte teilen sollen. Große Servierplatten können dazu passen. Allein machen sie den Besuch noch nicht stimmig.
Gäste brauchen auch geeignete Tische, verständliche Empfehlungen zur Menge und einen Ablauf, bei dem die Gruppe gemeinsam essen kann. Fotos und Reservierungsinformationen sollten diesen Besuch ankündigen.
Das ist ein gedankliches Beispiel. Es zeigt, wie aus einer Positionierung konkrete Entscheidungen werden können.

Geben Sie dem Team brauchbare Orientierung
Ein Satz auf der Website beantwortet nicht jede Frage während des Service. Besprechen Sie, was Gäste erleben sollen und wie das Team dazu beitragen kann.
Wenn persönliche Aufmerksamkeit wichtig ist: Wer bemerkt Gäste, die am Eingang warten? Wenn ein Abend ohne Eile zum Konzept gehört: Was passiert nach dem Hauptgang?
Bleiben Sie dabei realistisch. Eine Positionierung, die Zeit und Ressourcen voraussetzt, die im Betrieb fehlen, braucht auch eine organisatorische Lösung.

Prüfen Sie neue Ideen am selben Maßstab
Ein Event, ein neues Produkt oder ein digitales Werkzeug kann das Konzept unterstützen. Fragen Sie, was die Idee zu dem Besuch beiträgt, für den Sie gewählt werden möchten, und ob sie zuverlässig umsetzbar ist.
Nicht jede gute Idee muss in jeden Service passen. Ebenso bewahrt ein alter Gegenstand nicht automatisch die Bedeutung eines Traditionsbetriebs. Manchmal ermöglicht eine neue Lösung gerade die Begegnung, die früher selbstverständlich war.
Ein klarer Maßstab hilft Ihnen zu entscheiden, welchen Vorschlag Sie verfolgen und welcher im Moment keinen sinnvollen Beitrag leistet.
Beobachten Sie die wirtschaftliche Wirkung
Eine erkennbare Identität kann Empfehlungen und Wiederkehr unterstützen. Diese Wirkungen sollten Sie beobachten, statt sie als automatische Folge einer Überarbeitung zu versprechen.
Nutzen Sie Gästerückmeldungen und passende Betriebszahlen. Kosten, Kapazität und Marktbedingungen bleiben wichtig. Mehr Umsatz allein erklärt noch nicht, welche Veränderung ihn verursacht hat.
Die sechs Bereiche der WowNice-Methode verbinden strategische Differenzierung, strukturelle Verankerung, Identitätsverankerung, Erlebnisarchitektur, das emotionale Differenzierungsprofil und die wirtschaftliche Übersetzung. Die Methodik hilft, den Auswahlgrund des Betriebs im Alltag zu verankern und seine Wirkung zu prüfen.
Im kostenlosen WowNice-Whitepaper vertiefen wir, wie Gästeerlebnis, Erinnerung und wirtschaftliche Entscheidungen zusammenhängen.




