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Gäste fehlen.

Und trotzdem wird immer mehr gemacht.

Viele Betriebe spüren es jeden Tag:
Weniger Frequenz. Leere Plätze. Kürzere Verweildauer.

Und die Reaktion ist fast immer die gleiche:
Mehr Social Media. Mehr Kampagnen. Mehr Aktionen. Mehr Ideen.

Doch die Realität hat sich verändert.

Ihr größter Konkurrent ist nicht mehr nur das Lokal nebenan.

Es ist der Abend zuhause.
Netflix. Lieferdienste. Weniger Alkohol.
Und ein Gast, der bewusster entscheidet als je zuvor.

Gäste gehen nicht weniger aus.
Sie wählen nur selektiver, wohin sie gehen.

Und wenn Ihr Betrieb keinen klaren Grund liefert,
genau zu Ihnen zu kommen,
entscheidet sich der Gast für eine Alternative.

Food Snapshot

Emotionale Markendifferenzierung: Wo steht Ihre Marke wirklich?

Autorenbild: Michael Brauneis
Michael Brauneis
11. März
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Sie kennen Ihren Betrieb bis ins Detail. Für Gäste entsteht das Bild oft in wenigen Momenten: beim ersten Blick auf die Website, beim Ankommen, während des Besuchs und beim Abschied.

Minimalistische Stehlampe mit Holzstativ vor klassischer, cremefarbener Wandvertäfelung im warmen Tageslicht.
Helles, stilvolles Bäckerei-Interior mit offenen Regalen voller Brote und Gebäck, Verkaufstheke und zwei Mitarbeiterinnen bei der Zubereitung.
Elegantes Zugabteil im Vintage-Stil mit Holzeinrichtung, blau gepolsterten Sitzen, gedecktem Tisch mit Champagner und Blick aus dem Fenster auf den Bahnsteig.
Minimalistischer Outdoor-Sitzbereich aus hellem Beton in warmem Sonnenlicht, mit Weinglas, Trauben, Baguette auf Leinentuch und braunem Kissen.

Emotionale Markendifferenzierung bedeutet, dass diese Momente einen erkennbaren Charakter vermitteln. Einen, der zu Ihrem Betrieb passt und Gästen einen Grund gibt, ihn wieder zu wählen.

Bevor Sie neue Maßnahmen planen, lohnt sich eine ehrliche Standortbestimmung. Diese vier Fragen helfen dabei.

1. Würde Ihr Betrieb fehlen?

Was würden Stammgäste vermissen, wenn es Ihr Lokal oder Hotel nicht mehr gäbe? Ein bestimmtes Gericht? Die Menschen? Einen Treffpunkt? Das Gefühl, dort gut aufgehoben zu sein?

Fragen Sie nach konkreten Erinnerungen. „Es ist immer nett“ ist ein guter Anfang. Eine persönliche Geschichte zeigt genauer, welche Bedeutung der Ort hat.

2. Sind Sie erkennbar – oder vor allem sichtbar?

Könnten Gäste Ihren Betrieb am Erlebnis erkennen, auch ohne Logo? Denken Sie an die Begrüßung, die Sprache auf der Karte, die Atmosphäre und die Art, wie Empfehlungen gegeben werden.

Es braucht dafür keine spektakuläre Inszenierung. Oft sind es kleine, verlässliche Eigenheiten, die einen Ort persönlich machen.

3. Erzählen die Kontaktpunkte dieselbe Geschichte?

Passen Website, Angebot, Raum, Service und Preise zusammen? Wer einen ruhigen Abend verspricht, sollte prüfen, ob Musik, Tischabstände und Betreuung das ermöglichen.

Gehen Sie den Besuch aus Gästesicht durch. Wo passt das Erlebnis zur Erwartung? Wo entsteht ein Bruch? Gerade diese Übergänge werden im Arbeitsalltag leicht übersehen.

4. Zeigt sich Ihre Positionierung auch im Gästeverhalten?

Kommen Gäste wieder? Empfehlen sie Ihren Betrieb für einen konkreten Anlass? Verstehen sie, was sie für den Preis bekommen?

Beobachten Sie diese Fragen zusammen mit Ihren Zahlen. Nachfrage und Preisakzeptanz hängen auch von Budget, Lage, Saison und Wettbewerb ab. Nicht jede schwache Woche lässt sich durch die Positionierung erklären.

Aus vier Fragen wird ein erster nächster Schritt

Wenn Ihre Antworten noch unscharf sind, müssen Sie nicht sofort eine neue Kampagne oder ein neues Design beauftragen.

Der kostenfreie WowNice Experience Check führt die Standortbestimmung weiter. Mit sechs kurzen Fragen erhalten Sie eine erste Einordnung Ihres Betriebs und Hinweise darauf, wo Sie genauer hinschauen können.

Die eigene Sicht mit der Gästesicht abgleichen

Besprechen Sie Ihre Antworten mit dem Team. Fragen Sie anschließend einige Gäste, weshalb sie sich für Sie entschieden haben und was vom Besuch geblieben ist.

Suchen Sie nach wiederkehrenden Aussagen. Wenn Ihr Team eine persönliche Atmosphäre beschreibt, Gäste aber vor allem die schnelle Abwicklung nennen, steckt darin eine wichtige Information. Vielleicht erfüllt Ihr Betrieb bereits eine andere Rolle, als Sie annehmen.

Wo Sie zuerst ansetzen können

Wählen Sie einen Punkt, den Sie konkret verbessern können: die Reservierungsinformation, das Ankommen oder den Übergang vom Essen zum weiteren Aufenthalt.

Formulieren Sie, was sich für Gäste ändern soll. Klären Sie, wer dafür verantwortlich ist und woran Sie erkennen, ob die Änderung hilft.

Klarheit für Ihren Betrieb gewinnen

Ein klarer Grund zur Wahl entsteht durch Entscheidungen, die Gäste erleben können. Der Experience Check ist ein einfacher Einstieg, um die eigenen Annahmen zu prüfen und den nächsten Schwerpunkt zu finden.

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