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Gäste fehlen.

Und trotzdem wird immer mehr gemacht.

Viele Betriebe spüren es jeden Tag:
Weniger Frequenz. Leere Plätze. Kürzere Verweildauer.

Und die Reaktion ist fast immer die gleiche:
Mehr Social Media. Mehr Kampagnen. Mehr Aktionen. Mehr Ideen.

Doch die Realität hat sich verändert.

Ihr größter Konkurrent ist nicht mehr nur das Lokal nebenan.

Es ist der Abend zuhause.
Netflix. Lieferdienste. Weniger Alkohol.
Und ein Gast, der bewusster entscheidet als je zuvor.

Gäste gehen nicht weniger aus.
Sie wählen nur selektiver, wohin sie gehen.

Und wenn Ihr Betrieb keinen klaren Grund liefert,
genau zu Ihnen zu kommen,
entscheidet sich der Gast für eine Alternative.

Food Snapshot

Emotionale Markendifferenzierung: Die sechs Bereiche der WowNice-Methode

Autorenbild: Michael Brauneis
Michael Brauneis
20. März
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Ein Restaurant kann gut kochen, ein Hotel schöne Zimmer haben und eine Bar ausgezeichnete Drinks servieren. Trotzdem ist für Gäste nicht immer klar, warum sie genau diesen Betrieb wählen sollen.

Inszenierter Gang mit Lichtführung als Beispiel für emotionale Markendifferenzierung und Dramaturgie im Hospitality Design
Restaurantgäste im Gespräch als Beispiel für emotionale Markendifferenzierung und Verweildauer in der Gastronomie
Symbol für Balance und wirtschaftliche Wirkung durch klare Markenstrategie und emotionale Markendifferenzierung

Emotionale Markendifferenzierung setzt bei diesem Unterschied an. Sie verbindet das, wofür ein Betrieb steht, mit dem, was Gäste tatsächlich erleben und in Erinnerung behalten.

Die heutige WowNice-Methode betrachtet dafür sechs Bereiche. Sie gehören zusammen: Eine Idee braucht passende Abläufe, ein verlässliches Team und einen Blick auf die wirtschaftliche Wirkung.

1. Strategische Differenzierung

Zuerst wird geklärt, weshalb Gäste Ihren Betrieb wählen sollen. Für welchen Anlass sind Sie besonders relevant? Was können Sie glaubwürdig bieten? Wo wirken Sie noch ähnlich wie andere?

Eine Positionierung soll Entscheidungen erleichtern. Wenn Ihr Lokal etwa ein persönlicher Treffpunkt im Grätzl sein möchte, müssen Angebot und Auftreten dazu passen.

2. Strukturelle Verankerung

Der Anspruch braucht Abläufe, die ihn möglich machen. Wer kümmert sich um ankommende Gäste? Wie werden Wartezeiten kommuniziert? Was passiert, wenn jemand eine besondere Bitte hat?

Klare Zuständigkeiten helfen, das Versprechen auch an einem vollen Abend einzuhalten. Dabei geht es um praktikable Regeln, die Ihrem Team die Arbeit erleichtern.

3. Identitätsverankerung

Ihr Team muss verstehen, welche Haltung hinter diesen Regeln steht. Was bedeutet Gastfreundschaft bei Ihnen konkret? Wie treffen Sie Entscheidungen, wenn es hektisch wird?

Das zeigt sich etwa darin, wie Führungskräfte mit Fehlern umgehen oder neue Mitarbeitende einschulen. Eine Identität wird glaubwürdig, wenn sie im Betrieb gelebt wird.

4. Erlebnisarchitektur

Hier betrachten Sie den Besuch als zusammenhängenden Ablauf: von der Reservierung über das Ankommen bis zum Abschied.

Wo brauchen Gäste Orientierung? Wann wünschen sie Aufmerksamkeit, wann Ruhe? Welche Übergänge fallen heute unangenehm auf? Ein guter Ablauf nimmt solche Fragen ernst und schafft Raum für persönliche Momente.

5. Emotionales Differenzierungsprofil

Was bleibt von diesem Erlebnis im Kopf? Vielleicht die besondere Art der Begrüßung, ein gemeinsames Ritual oder eine Atmosphäre, die zu einem bestimmten Anlass passt.

Solche Merkmale sollten aus Ihrem Konzept entstehen. Ein auffälliges Detail hilft wenig, wenn es sich fremd anfühlt oder im Alltag kaum umsetzen lässt.

6. Wirtschaftliche Übersetzung

Schließlich prüfen Sie, was sich verändert. Je nach Betrieb können Wiederkehr, Empfehlungen, Preisakzeptanz, Bon oder Deckungsbeitrag relevant sein.

Legen Sie fest, was Sie beobachten und über welchen Zeitraum. Berücksichtigen Sie Saison, Auslastung und Kosten. Steigende Umsätze allein zeigen noch nicht, welche Maßnahme gewirkt hat.

Wie Sie damit anfangen können

Nehmen Sie einen konkreten Besuchsanlass und gehen Sie ihn mit Ihrem Team durch. Was versprechen Sie? Wo wird dieses Versprechen bereits eingelöst? Wo scheitert es an Zeit, Zuständigkeiten oder einem unklaren Angebot?

So wird aus Markenstrategie eine Entscheidung für den nächsten Arbeitstag. Sie müssen dafür nicht sofort den gesamten Betrieb umbauen.

Die Zusammenhänge genauer verstehen

Das WowNice Whitepaper vertieft, wie Gästeerlebnis, Erinnerung und wirtschaftliche Entscheidungen zusammenhängen. Es ist der passende nächste Schritt, wenn Sie die Perspektive hinter der Methode genauer kennenlernen möchten.

 
 
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